Warum ich Yoga liebe und wie es mein Leben verändert hat

Als ich vor rund 15 Jahren das erste Mal mit Yoga zu tun bekam, haben mich gleich diese anmutigen Bewegung und Haltungen (Asanas) mit nur eigener Körperkraft fasziniert. Damals, nebenberuflich im Aerobic/Group Fitness Bereich tätig, absolvierte ich gerade eine weitere Lizenz von Les Mills, diesmal zur Body Balance Instruktorin. Body Balance ist ein Zusammenspiel von Yoga, Pilates und Tai Chi. Schnell spührte ich, wie mir diese viel ruhigere Art der Bewegung gut tat. Und so kam es, dass ich mich auf den Yoga Weg begab. 

Auch später, während meinen Jahren als Flight Attendant, fand die Yoga Matte immer öfter den Weg in den Reisekoffer. Meine Yoga Matte ist für mich wie eine Ruheinsel auf der ich stets wieder neue Kraft und Energie tanken kann. Weil durch Yoga die Aufmerksamkeit gezielt nach innen gerichtet wird, fingen plötzlich immer mehr Veränderungen in meinem Leben statt. Ich bekam einen ganz anderen Zugang zu meinen Gedanken und Gefühlen. Ich gab ihnen Raum und Akzeptanz und fing an, Entscheidungen nicht mehr nur der Ratio zu überlassen. Vielmehr hörte ich auf mein Herz und Bauchgefühl. Dies beeinflusste nachhaltig meine Denkens- und Sichtweise, Job- und Wohnsituation sowie mein soziales Umfeld. Mir wurde es zu einem essentiellen Bedürfnis herauszufinden, was genau mich glücklich macht und was es bedarf, mehr von dem zu tun, bei dem ich tiefe Zufriedenheit und Seelenwohl empfinde. 

Die Veränderungen zogen noch weitere Kreise. Meine Achtsamkeit, Empathie und Geduld nahmen stetig zu. Wobei Letzteres für mich immer noch eine Herausforderung sein kann, da ich vom Naturell her, mit ganz schön viel Ungeduld gesegnet wurde :-) Und trotzdem merke ich, dass ich in vielen Situationen mit Gelassenheit reagiere, in denen ich früher eher einem Vulkanausbruch gleich kam. Yoga lehrte mich, Widerstände leichter überwinden zu können und mich in stressigen und unangenehmen Situationen ganz bewusst auf die Atmung zu fokussieren. Die innere Stärke und Selbstzentriertheit nahmen zu und ich kann mich heute viel besser aus der Identifikation mit Gedanken lösen.  

Wenn man dem Yoga mit Offenheit begegnet, hat dass unweigerlich immer tiefgreifende und nachhaltige Auswirkungen. Yoga ist viel mehr, als nur Asanas auf der Matte zu praktizieren. Yoga ist eine Lebenseinstellung. Nebst den bereits erwähnten Veränderungen und der zunehmenden Sicht auf das grosse Ganze, wurde es mir auch immer wichtiger, mir einen noch gesünderen, tier- und umweltfreundlichen, Ressourcen schonenden und nachhaltigen Lifestyle anzueignen. Durch Yoga habe ich meine Balance zwischen Aktivität und Entspannung gefunden. Ich habe gelernt, wie wunderbar es sein kann, sich einerseits herausfordernden Asanas und Flows zu widmen, und andererseits wie in Yoga Nidra oder in Meditation einfach nur sein zu dürfen und nichts tun zu müssen. Auch im Alltag kann ich heute sehr produktiv und aktiv sein oder einfach mal wie eine faule Wanze rumlümmeln, stundenlang auf dem Sofa lesen und chillen. Und das erst noch ohne schlechtes Gewissen! Ein echter Luxus in der heutigen, hyperaktiven Leistungsgesellschaft :-) 

Yoga hat definitiv meine Lebenseinstellung geprägt und zu mehr Freude und Leichtigkeit beigetragen. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, meine Erfahrungen und Begeisterung in meinen Yoga Stunden weiterzugeben und vielleicht so, Anstoss für die eine oder andere Veränderung bei meinen Yoga Schülern zu sein.

Herzlichst,
Eure Sarah 

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